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Übungen gegen Hüftschmerzen: Beschwerden gezielt lindern

Frau macht Rückendehnübung auf Yogamatte im hellen Wohnzimmer mit Trainingszubehör und Diagramm.

Hüftschmerzen wirken sich unmittelbar darauf aus, wie man geht, sitzt oder sogar schläft. Viele Betroffene setzen ausschliesslich auf Ruhe, doch Physiotherapeuten weisen darauf hin, dass eine Kombination aus dosierter Entlastung und gezielten Übungen häufig besser geeignet ist, die Beschwerden zu lindern, ohne das Gelenk zusätzlich zu belasten.

Welche Ursachen haben Hüftschmerzen und wann ist fachliche Hilfe nötig?

Schmerzen in der Hüfte können verschiedene Auslöser haben. Dazu zählen etwa Knorpelverschleiss, Entzündungen, muskuläre Überlastungen, Haltungsveränderungen sowie Folgen von Stürzen oder Stössen. Bei körperlich aktiven Menschen können zudem sehr intensive Trainingseinheiten und fehlendes Dehnen Beschwerden in diesem Bereich verursachen.

Bevor ein Übungsprogramm begonnen wird, sollte eine Fachperson die Ursache der Schmerzen abklären und passende Bewegungen empfehlen. Treten plötzlich starke Schmerzen auf, lässt sich das Bein nur schwer belasten oder fühlt sich das Gelenk blockiert an, sollte möglichst zeitnah medizinische Hilfe in Anspruch genommen werden.

Wie unterstützen Übungen gegen Hüftschmerzen das Gelenk?

Gezielte Hüftübungen fördern die Muskelkraft, Beweglichkeit und lokale Durchblutung. Kräftige Muskeln rund um das Gelenk können Alltagsbelastungen besser auffangen. Dadurch sinkt der direkte Druck auf die Hüfte, was besonders bei Arthrose oder einer chronischen Überlastung hilfreich sein kann.

Sanfte Dehnungen für Hüfte, Gesäss und die Rückseite der Beine lösen Steifheit, erleichtern beispielsweise das Aufstehen vom Stuhl und verringern Ausweichbewegungen im unteren Rücken sowie in den Knien. Kontrollierte Bewegung regt ausserdem die Gelenkschmierung an, unterstützt das Gleichgewicht und verbessert die Koordination, sodass der Gang stabiler wird.

Sehen Sie sich ein Video auf dem YouTube-Kanal von Dr. Rodrigo Lopes – Physiotherapeut an, das einige Übungen zur Linderung von Hüftschmerzen zeigt:

Welche Übungen eignen sich besonders zur Linderung von Hüftschmerzen?

Physiotherapeuten empfehlen häufig Bewegungsabläufe, die Kräftigung und Dehnung verbinden. Nachfolgend finden sich einige Übungen, die in der Rehabilitation bei Hüftschmerzen oft eingesetzt werden. In der Regel werden sie drei- bis fünfmal wöchentlich ausgeführt, wobei die Intensität an die Schmerzen angepasst wird.

  • Brücke (Hüftheben in Rückenlage): Kräftigt Gesäss und unteren Rücken und trägt zu einer stabileren Beckenposition bei.
  • Hüftabduktion in Seitenlage: Trainiert die seitliche Hüftmuskulatur, die für das Gleichgewicht beim Gehen wichtig ist.
  • Gesässdehnung: Verringert die Spannung in Muskeln, die bei Verkürzung am Gelenk ziehen und die Beschwerden verstärken können.
  • Mobilisation im Vierfüsslerstand: Verbessert die Beweglichkeit des Gelenks bei geringer Belastung und eignet sich besonders für empfindlichere Phasen.
  • Isometrische Hüftübung: Stärkt die Muskulatur ohne Bewegung im Gelenk und kann bei stärkeren Schmerzen sinnvoll sein.

Übungen sicher ausführen und steigern, ohne die Schmerzen zu verstärken

Für eine sichere Ausführung sollten alle Bewegungen langsam, kontrolliert und ohne ruckartige Belastungen erfolgen; zu Beginn genügt das eigene Körpergewicht. Empfehlenswert sind kurze Serien, bei denen die persönliche Schmerzgrenze beachtet wird. Der Atem sollte nicht angehalten werden. Nimmt das Unwohlsein deutlich zu, ist die Übung abzubrechen.

Die Belastung wird schrittweise erhöht: Mit der Zeit kann die Fachperson die Wiederholungszahl steigern, leichte Widerstandsbänder oder Manschettengewichte einsetzen und anspruchsvollere Varianten vorschlagen. Nach dem Training dürfen die Schmerzen nicht anhaltend stärker werden. Treten Schwellungen oder neue Probleme beim Auftreten auf, sollten die Übungen pausiert und erneut fachlich abgeklärt werden, damit der Plan angepasst werden kann und die Hüfte über die Jahre stabil und funktionsfähig bleibt.

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