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Retokolitis ulcerosa: Diese 5 Lebensmittel besser meiden

Person sitzt am Tisch mit Pommes, Popcorn, Milch, einer Schale und dampfendem Kaffee in einer hellen Küche.

Durchfall, Bauchschmerzen, plötzlicher Stuhldrang und Blut im Stuhl gehören zu den Beschwerden, die den Alltag von Menschen mit Retokolitis ulcerosa prägen können. Die chronisch-entzündliche Erkrankung betrifft vor allem den Dickdarm und den Enddarm.

Laut der bislang umfangreichsten nationalen epidemiologischen Untersuchung zu chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, die auf zusammengetragenen DataSUS-Daten basiert, lag die Prävalenz der Retokolitis ulcerosa (RCU) im brasilianischen öffentlichen Gesundheitssystem SUS bei 56,5 Fällen je 100.000 Einwohner. Im untersuchten Zeitraum entspricht dies einem Anstieg von mehr als 250 %, denn zu Beginn der Erfassung betrug die Rate 15,8 pro 100.000 Einwohner.

Die Ernährung verursacht zwar keine Retokolitis ulcerosa, doch bestimmte Lebensmittel können bei einigen Betroffenen Magen-Darm-Beschwerden verstärken – insbesondere während eines Krankheitsschubs. Mögliche Auslöser zu kennen, kann daher dabei helfen, die Ernährung verträglicher und passender zu gestalten.

Der Gastroenterologe Dr. Paulo Roberto Bertoletto, Leiter des Medizinstudiengangs an der Uniderp Dourados, erläutert, dass die Behandlung der Erkrankung individuell unterschiedlich ist. Einige Empfehlungen können jedoch in allen Fällen dazu beitragen, Beschwerden zu lindern.

„Es gibt keine allgemeingültige Liste verbotener Lebensmittel für Menschen mit Retokolitis; die Reaktion hängt vom jeweiligen Krankheitsbild ab. Während eines Schubs können einige Lebensmittel Durchfall, Blähungen und den dringenden Stuhldrang verstärken“, betont er.

Im Folgenden nennt der Experte fünf Lebensmittel, die Menschen mit Retokolitis ulcerosa meiden sollten.

Retokolitis ulcerosa: 1. Kaffee

Bei manchen Menschen mit Retokolitis ulcerosa kann Kaffee die Häufigkeit des Stuhlgangs und den Stuhldrang erhöhen. Der Grund dafür ist, dass Koffein die Darmtätigkeit anregen kann, was besonders während eines Schubs unangenehm sein kann.

2. Milch

Milch sollte vor allem dann beachtet werden, wenn zusätzlich eine Laktoseintoleranz vorliegt. In diesem Fall kann ihr Verzehr Blähungen, ein aufgeblähtes Gefühl und Durchfall verursachen – Beschwerden, die zu den Symptomen der Retokolitis ulcerosa hinzukommen können.

„Es ist wichtig, Laktoseintoleranz nicht mit Retokolitis zu verwechseln. Nicht jeder Patient muss Milch und Milchprodukte aus der Ernährung streichen. Wenn eine Unverträglichkeit vorliegt, können wir Alternativen prüfen, darunter auch laktosefreie Produkte, um die Versorgung mit Kalzium und anderen Nährstoffen zu erhalten“, erklärt Dr. Paulo Roberto Bertoletto.

3. Scharfe Speisen

Scharfe Saucen, etwa zubereitet mit Malagueta-Chilis oder Sriracha, zählen zu den Lebensmitteln, die für Patienten mit einer chronisch-entzündlichen Darmerkrankung individuelle Auslöser sein können.

4. Popcorn

Obwohl Popcorn ein vergleichsweise einfaches Lebensmittel ist, kann es in aktiven Phasen der Erkrankung wegen seiner Ballaststoffe und der härteren Bestandteile des Maises schwer verträglich sein. Die gleiche Vorsicht kann bei Samen, Schalen und anderen Lebensmitteln mit unlöslichen Ballaststoffen angebracht sein, insbesondere bei Durchfall oder häufigerem Stuhlgang.

5. Frittierte Speisen

Pommes frites, frittierte Teigtaschen, Knabbergebäck und andere Speisen mit hohem Fettgehalt können bei einigen Menschen Beschwerden wie Durchfall, Blähungen und Bauchschmerzen verschlimmern. Gekochte, gebackene oder gegrillte Zubereitungen werden häufig besser vertragen. Zudem wird empfohlen, nicht große Mengen Fett auf einmal zu verzehren.

Vorsicht bei übermäßig restriktiven Diäten

In manchen Fällen, besonders während eines Schubs, kann die Konsistenz eines Lebensmittels entscheidend sein. Eine geschälte, gekochte oder zerdrückte Frucht kann besser verträglich sein als dieselbe Frucht roh und mit Schale. Ähnliches kann für gegartes Gemüse im Vergleich zu rohem Gemüse gelten.

„Das Ziel sollte nicht sein, immer mehr Lebensmittel aus dem Speiseplan zu streichen, sondern herauszufinden, was der Patient verträgt, und die Ernährung an die klinische Situation anzupassen. Übermäßig restriktive Diäten können zu Gewichtsverlust und Nährstoffmängeln führen, vor allem bei Menschen, die bereits Durchfall oder einen verminderten Appetit haben“, warnt der Arzt.

Dr. Paulo Roberto Bertoletto ergänzt, dass Retokolitis ulcerosa eine chronische Erkrankung ist, die ärztlich begleitet werden muss. „Die Ernährung kann zur Kontrolle der Symptome und zum Erhalt des Ernährungszustands beitragen, ersetzt jedoch nicht die vom Spezialisten verordnete Behandlung“, schließt er.

Von Camila Souza Crepaldi

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